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Opernhäuser und Ballettbühnen

Oper und Ballett

Die letzte Kunstform, die sich noch Paläste baut. Wer das Stehplatzsystem kennt, zahlt für den Palast weniger als für ein Kinoticket.

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Oper ist teuer in der Herstellung und entsprechend kalkuliert, aber fast jedes große Haus hält bewusst eine Hintertür offen: Stehplätze, Tageskarten, Logen mit eingeschränkter Sicht und Restkarten in letzter Minute, die ein Zehntel des Parketts kosten. Wien verkauft jeden Abend Hunderte Stehplätze, Mailand gibt seine Galerie zwei Stunden vor Beginn frei, London und New York haben Rush-Programme. Wer sie nutzt, kennt das Werk meist am besten.

Der Dresscode ist größtenteils ein Mythos, mit zwei ehrlichen Ausnahmen: Premieren und die Saisoneröffnung im Dezember in Mailand. Sonst reicht in jedem Haus dieses Guides ein sauberes Hemd, und am Stehplatzgeländer sind überall Jeans üblich.